Der heutige Tag markiert einen strategischen Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Schweiz: Auf dem Innovationscampus „ uptownBasel “ in Arlesheim (BL) haben der Betreiber „ PHOENIQS “, der Innovationscampus „ uptownBasel “ und der Gebietsentwickler Fankhauser gemeinsam den leistungsstärksten kommerziellen KI-Supercomputer des Landes in Betrieb genommen. Die neue Infrastruktur ermöglicht es Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Stellen, anspruchsvolle KI-Anwendungen unter Schweizer Rechtshoheit auszuführen – mit vollständiger Kontrolle über Daten, Modelle und Workloads.
Da sich die künstliche Intelligenz rasant weiterentwickelt, steigt die Nachfrage nach leistungsfähiger, sicherer Infrastruktur stark an. Viele globale KI-Plattformen wurden in erster Linie für den internationalen Einsatz konzipiert. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen fragen daher zunehmend, wo ihre Daten verarbeitet werden, welche Gesetze gelten und wie sensible KI-Anwendungen langfristig kontrolliert betrieben werden können.
Der neue KI-Supercomputer in Arlesheim schließt genau diese Lücke: Er ermöglicht es, komplexe KI-Modelle, datenintensive Workloads und KI-Anwendungen im Produktivbetrieb lokal auszuführen – ohne Abhängigkeit von ausländischen Hyperscalern und ohne dass Daten ins Ausland fließen.
Spitzenleistung im gewerblichen Bereich und digitale Autonomie
Das von „ PHOENIQS “ betriebene und gemeinsam mit NVIDIA, IBM und Dell auf Basis modernster Technologie entwickelte System bietet Unternehmen und Institutionen Zugang zu Hochleistungsrechnerkapazitäten, die bisher oft nur über internationale Hyperscaler verfügbar waren. Mit derzeit 192 installierten NVIDIA H100-GPUs zählt die Infrastruktur zu den leistungsstärksten kommerziell verfügbaren KI-Systemen in der Schweiz – sie bietet bis zu zehnmal so viel Rechenleistung wie viele der heute genutzten KI-Infrastrukturen.
„Unsere KI-Infrastruktur bildet die Grundlage für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, um in der Schweiz leistungsstarke KI-Anwendungen zu entwickeln und zu betreiben – und dabei die höchsten Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität zu erfüllen“, so Thomas Taroni, Gründer und Vorstandsvorsitzender, PHOENIQS
Ein wesentlicher Faktor für den Marktzugang ist die exklusive Partnerschaft mit Sunrise. Sie verbindet die Expertise von PHOENIQS im Bereich der KI-Infrastruktur mit dem B2B-Netzwerk des Schweizer Telekommunikationsanbieters und ermöglicht Unternehmen so den Zugang zu KI-Lösungen, die in der Schweiz entwickelt, gehostet und betrieben werden.
uptownBasel: ein Standort für die nächste Generation der Industrie
Mit der Inbetriebnahme des KI-Supercomputers entwickelt sich „ uptownBasel “ weiter zu einem Innovationscampus für die Technologien, die die Industrie von morgen prägen werden. In Arlesheim, etwa zehn Minuten von Basel entfernt, entsteht ein Ökosystem, das Quantencomputing, künstliche Intelligenz, Industrie, Energie, Cybersicherheit, Cloud-Infrastruktur, Life Sciences, Start-ups und Risikokapital an einem einzigen Standort vereint.
„uptownBasel bietet den Raum und die Infrastruktur für die Technologien, die morgen entscheidend sein werden. Mit dem KI-Supercomputer ist ein weiterer zentraler Baustein unseres Innovationsökosystems geschaffen – und ein starkes Signal für die Schweiz als Technologie- und Wirtschaftsstandort“, — Bardo Magel, CEO der uptownBasel -Gruppe
Der KI-Supercomputer ergänzt den bereits auf dem Campus im Einsatz befindlichen Quantencomputer, das erste kommerziell nutzbare System dieser Art in der Schweiz. Während der Quantencomputer auf hochspezialisierte Optimierungs- und Simulationsaufgaben ausgerichtet ist, deckt der KI-Supercomputer den rasch wachsenden industriellen Bedarf an skalierbaren KI-Modellen und Produktionsanwendungen ab.
uptownBasel Heute umfasst er 18 Unternehmen mit rund 400 Arbeitsplätzen auf einem 75.000 Quadratmeter großen Gelände, wobei drei Gebäude bereits in Betrieb sind. Der Campus soll weiter wachsen: Bis 2027 sind mehr als 21 Unternehmen und rund 1.100 Arbeitsplätze geplant, bis 2030 und darüber hinaus 50 bis 100 Unternehmen mit rund 2.500 Arbeitsplätzen.
Nachhaltige KI-Infrastruktur – einzigartig in der Schweiz
uptownBaselDas Architektur- und Energiekonzept zeigt, dass Hochleistungsrechnen und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können.
„Hochleistungs-KI benötigt mehr als nur Rechenleistung. Sie braucht Standorte, die speziell für sie konzipiert sind. Mit dem „ uptownBasel “ haben wir genau einen solchen Standort geschaffen – einen Ort, der Energieversorgung, Kühlung, digitale Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung zu einem funktionierenden Gesamtsystem vereint“, so Hans-Jörg Fankhauser, Architekt und Gebietsentwickler.
Der Supercomputer als Teil des Energiesystems
Der Computer ist Teil eines integrierten Systems, das eine stabile Stromversorgung, eine effiziente Kühlung, Netzstabilität, Sicherheit und Gebäudetechnik umfasst. Die Stromversorgung erfolgt über Swissgrid und Primeo Netz, wobei rund drei Megawatt Leistung für den KI-Betrieb zur Verfügung stehen. Ergänzt wird das System durch einen Batteriespeicher zum Ausgleich von Lastspitzen, einen thermischen Pufferspeicher sowie eine zusätzliche Notstromversorgung auf Biodieselbasis.
Die Kühlung erfolgt über ein geschlossenes, wassergekühltes System. Die Wärme wird direkt auf Rack-Ebene abgeführt, bevor sie sich im Raum ausbreiten kann. Die KI-Racks erzeugen im Betrieb Abwärme von etwa 50 °C. Diese Energie wird in Warmwasser umgewandelt, zur Beheizung des Standorts genutzt und in das regionale Fernwärmenetz von Primeo Wärme eingespeist.

